ANEXIA Development and Managed Hosting
JAN
24
2018

Anexia IT Trends 2018

Geschrieben am 24. Januar 2018 von Lucia Schöpfer

Digitale Transformation? Gerade für Unternehmen aus der Old Economy oft leichter gesagt als getan. Wo fängt man an? Internetfernsehen nach deinen Wünschen – aber was steckt dahinter? Wenn wir schon von digitaler Transformation reden: was heißt das eigentlich in der Praxis, beispielsweise in der Organisation von Rechenzentren? Und wie bekommt man die Mangelressource Personal für all die digitale Transformation? Unsere Anexia-Experten versuchen in den IT Trends für 2018 einen Überblick zu geben, was dieses Jahr passieren wird.


Digitalisierung as a Service

 

IT Trends 2018 Holger Bellinghausen

Holger Bellinghausen De Coster, Managing Director Anexia Deutschland

Wir sehen aktuell einen Trend, den wir bei Anexia als „Digitalisierung as a Service“ bezeichnen. Dahinter verbirgt sich, die Entwicklung von Applikationen und deren Hosting zunehmend aus einer Hand und über einen Partner zu realisieren. Dies beschleunigt die Zeitspanne von der Idee zu einer App bis zu ihrer Umsetzung und dem Livegang. Bisher gab es in diesem Bereich keine oder nur wenige Anbieter, da sich die meisten Unternehmen entweder auf Entwicklung oder auf Hosting spezialisiert haben. Die Vorteile der Full-Service-Lösung liegen für den Kunden allerdings auf der Hand: Er bekommt einen Ansprechpartner für alle Belange, von der Weiterentwicklung über Upgrades, Features in der Applikation bis zu Infrastruktur-Hosting. Außerdem profitiert der Kunde von schnelleren Umsetzungszeiten und zügigerem Support, da der Anbieter die komplette Kette, vom Code bis zum Internet, kennt.

Insbesondere Startups oder Unternehmen aus der Old Economy, die Digitalisierung im Fokus haben wie z.B. Industrieunternehmen, profitieren von diesem Komplett-Service und können sich auf ihre eigene Kernkompetenz konzentrieren.

Im größeren Zusammenhang der Digitalisierung kann man an dieser Entwicklung auch erkennen, dass Konvergenz an Bedeutung gewinnt: Der Trend geht zum All-in-One-Angebot, eben „Digitalisierung as a Service“.


Virtuelle Entbündelung – Die Zukunft der ISP-Produkte in Österreich

 

IT Trends 2018 Matthias Hohl

Matthias Hohl, Managing Director Telematica

2018 wartet mit einer großen Änderung im österreichischen ISP Markt auf: Das bis dato genutzte und von A1 angebotene Bitstream-Produkt „Naked Residential“ wird per 01.07.2018 eingestellt. Mit dem Abschied von „Naked Residential“ will sich A1 von der veralteten Technologie lösen, auf der das Produkt basiert und zukünftig bei breitbandigen Internetzugangslösungen auf „vuLL“ bzw. „virtuelle Entbündelung“ setzen, das dann von den ISPA (Internet Service Provider Austria) Partnern verwendet werden kann.
Was bedeutet diese Änderung? Bisher wurde beim Bitstream die letzte Strecke (Last Mile) von A1 zugemietet, womit der Internet Provider in der Nutzung an die Vorgaben von A1 gebunden war. Überbuchung oder ein QoS auf diesen Anschlüssen war nicht möglich. Mit der neuen Technologie der virtuellen Entbündelung ändert sich dies nun: Anders als bei der physischen Entbündelung ist hier keine Colocation mehr in einem Wählamt der A1 notwendig – dies läuft nun virtuell. In Zukunft kann man den Traffic in vier Kategorien unterteilen: Privat, Business, TV und Voice. Eine Nutzung ist ohne vorherige Umbauarbeiten möglich und Services können jederzeit aufgebucht werden. Dadurch ergeben sich neue Produkte und Einsatzgebiete für Österreichs ISPs, wie zum Beispiel das Anbieten von Fernsehen/TV mittels IP (auch genannt IPTV), was bisher aufgrund mangelnder Priorisierung im Bitstream-Netz nicht möglich war.

Da durch vuLL auch die Preise für ISPs drastisch gesunken sind, können wir 2018 am Internet und Telefoniemarkt Österreichs mit spannenden, neuen und kostengünstigeren Produkten rechnen. Auch wir von Telematica planen dazu neue innovative Produkte mit spannenden Aktionspreisen im Juni 2018 zu launchen.


Software defined Data Center

 

IT Trends 2018 Christian Maciossek

Christian Maciossek, Head of Transition & Service Design

Der Begriff Software Defined Data Center (SDDC) ist in der Fachpresse wie auch bei Herstellern (z.b. VMware) eines der Top-Themen. Der Begriff fasst alle Themen rund um die Automatisierung von Rechenzentren zusammen, beispielsweise die automatisierte Provisionierung von virtuellen Maschinen und den darauf befindlichen Applikationen und Services. Aber auch das Provisionieren von Appliances und Sicherheitsmechanismen können über ein SDDC auf Knopfdruck bereitgestellt werden.

Viele Hersteller bieten Software Lösungen an, um alle notwendigen Komponenten für Automatisierung und Abrechnung bereits out-of-the-box nutzen zu können. Anexia verfolgt einen eigenständigen Ansatz. In den letzten Jahren wurden immer mehr Services in die Cloud- und Provisionierungsplattform Anexia Engine portiert. Der Kunde hat die Möglichkeit, Services automatisiert bereitzustellen und sofort zu nutzen. Die Provisionierung von virtuellen Maschinen befindet sich gerade in der Proof-of-concept-Phase. Sobald diese abgeschlossen ist, können Kunden der Anexia an vielen Standorten automatisiert ihre benötigten VMs bereitstellen. Aber auch das Thema Netzwerkautomatisierung ist im Rahmen des Projektes Backbone Europe ein wichtiger Bestandteil gewesen. Anexia hat sich bewusst gegen eine Netzwerk-Virtualisierung entschieden, allerdings werden alle Automatismen, beispielsweise das Ausrollen von neuen Policys, über die Engine zur Verfügung gestellt. Das Bereitstellen von VLANs dauert über alle bereits transformierten Standorte des Projektes nur noch wenige Sekunden. DDoS Angriffe können sofort erkannt und eingedämmt werden, was zum einen die Sicherheit deutlich erhöht, als auch die zugesicherte Performance gewährleistet. So stellen wir uns Software Defined Data Centers vor.

Das automatisierte Patchen von virtuellen Maschinen und Applikationen wird heute bereits als Standard vorausgesetzt. Die Automatisierung ist sicherlich auch ein Schlüssel, einen Standard für On-Premise- oder Cloud-Umgebungen zu etablieren.


Auf Nachwuchskräfte setzen

 

IT Trends 2018 Christina Rappitsch

Christina Rappitsch, HR Manager

Schon seit Jahren herrscht im IT-Sektor gravierender Personalmangel. Softwareentwickler und System Engineers sind die gefragtesten Experten in Österreich, bestätigt auch wieder der Hays Global Skills Index 2017. Vor allem Senior-Kräfte werden händeringend gesucht. Wir rechnen damit, dass 2018 das Recruiting noch mehr und noch früher in Unis und Schulen stattfindet. In Österreich finden wir gerade in HTLs interessante potentielle Mitarbeiter. Auch wenn den Schulabsolventen viel Praxiserfahrung fehlt, interessieren sich immer mehr IT Unternehmen auch für jüngere Berufsanfänger und gleichen mögliche Wissenslücken mit intensiver Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen aus. Berufsbegleitende Aus- und Weiterbildungsstätten bestätigen dies. Schüler, aber auch Studenten können sich also freuen: Es kann damit gerechnet werden, dass IT Unternehmen 2018 mit diverseren Sponsored Events, attraktiven Werbemitteln und spannenden Jobangeboten mit entsprechenden Anreizen die zukünftigen Arbeitnehmer umgarnen werden.


facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail