Zu Besuch auf der Developer Week 2015

In der Zeit vom 16. bis 18. Juni 2015 fand im Messezentrum Nürnberg die „Developer Week“ statt. Hierbei handelt es sich um eine Fort- und Weiterbildungsmesse der besonderen Art – speziell für .NET-, Web- und Mobile-Developer. Insgesamt fanden im Rahmen der 3-Tages-Konferenz 200 Vorträge mit 40 Thementracks und 11 parallelen Workshops statt. Durch Top-Referenten und Experten aus den jeweiligen Fachgebieten wurden jeweils die neuesten Trends der modernen Softwareentwicklung vorgetragen. Besonders hervorzuheben wäre hier der Microsoft Tech-Truck, Maker Spaces, die Fail-Night – oder auch Highlights, wie beispielsweise die Gestensteuerung mit 3D-Kameras.

Für mich persönlich standen Vorträge über Performance im Allgemeinen, aber auch datenbankbezogene Themen mit Schwerpunkt auf Big Data im Vordergrund.

Nachfolgend möchte ich kurz auf ein paar Highlights eingehen, welche von den jeweiligen Ausstellern und Repräsentanten vorgestellt wurden.

 

Augmented Reality (Intel)

Der US-amerikanische Chiphersteller Intel präsentierte hierfür eine völlig neue Art der digitalen Benutzer-Interaktion – eine 3D-Kamera (Real Sense Camera), die künftig Anwendung in PCs und Tablets finden soll. Durch diese Kamera soll es möglich sein, Personen anhand von 100 einzelnen Punkten zu identifizieren. Davon kommen im Gesichtsbereich 78 Punkte zum Einsatz, in der Handfläche sind es 22 Punkte. Dadurch ist es möglich, die genaue Gestik und Mimik des Akteurs zu erfassen und zu analysieren. Die Kamera rechnet diese Daten entsprechend um, und kann so Emotionen erkennen, aber auch verschiedene Menschen eindeutig identifizieren. Beispielsweise wäre es möglich, einen Webshop zu entwickeln, welcher basierend auf dem aktuellen Gesichtsausdruck mit dem jeweiligen Besucher interagiert.

Des Weiteren ermöglicht diese Technologie das Steuern des Computers anhand von Handzeichen (o.ä.).

Details und weitere Einzelheiten hierzu gibt’s hier.

Das oben gezeigte Bild demonstriert die zuvor erwähnten Punkte im Gesichtsbereich.

 

Roboy

Roboy ist ein speziell an die Statur des menschlichen Körpers angepasster Roboter, welcher aus einer Vielzahl künstlicher Muskeln, Sehnen und Gelenken besteht. Im Vergleich zum menschlichen Vorbild ist die Anzahl dieser Komponenten hier selbstverständlich wesentlich geringer.

Entwickelt wurde der Roboter, um das Verständnis bezüglich der menschlichen Anatomie zu verbessern, aber auch um die Roboterforschung auf diesem Gebiet voranzutreiben.

 

Polyglot Persistence & Multi-Model Databases – NoSQL Arango DB

Ein weiterer interessanter Vortag behandelte die Mutli-Model Datenbanken mit Schwerpunkt auf “Arango DB”. Arango DB ist eine dokumenten-basierte Datenbank, welche dem NoSQL-Schema folgt. Mit NoSQL bezeichnet man Datenbanken, welche dem nicht-relationalen Ansatz folgen, d.h. es gibt keine fix vorgegebene Struktur, wie es bei relationalen Datenbanken, wie MySQL oder MSSQL der Fall ist. Der Schwerpunkt von Arango DB liegt bei der Performance mit großen Datenmengen (Big Data).

Das System vereint folgende drei NoSQL-Ansätze:

Daraus lassen sich die Vorteile von Arango DB entsprechend ableiten – Joins, Multi-Model-Stores, Transaktionen. Aber auch was die Wartung und Instandhaltung anbelangt, weißt das System klare Vorteile auf. So gibt es nur mehr ein Datenbanksystem, welches auf einem aktuellen Stand gehalten werden muss. Allerdings verbirgt sich hier ein Risiko, welches es abzuwägen gilt – gibt es ein Problem mit der Datenbankinstanz, so wäre hier das gesamte System davon betroffen.

Doch neben der Möglichkeit Javascript in der Datenbank zu hinterlegen, bietet Arango DB mit „Foxx“ auch eine eigens konzipierte API für die Kommunikation mit Client-System auf Basis von Javascript an.

Benchmark von Arango DB: https://www.arangodb.com/category/benchmark/