Joachim Eckerl: .NET Crack, der gerne Mädels fliegen lässt

Joachim, das ist so ein Mensch, der gerne lacht und man lacht gern mit ihm. Und dabei ist Joachim aber nicht nur Gutelaunebär, der leidenschaftlicher Rock’n’Roll Tänzer ist vor allem auch unser Technical Lead .NET bei Anexia und Experte für alles, was die Entwicklung damit angeht.

Wir haben Joachim im Wiener Büro getroffen, wo er uns erzählt hat, warum Microsoft damals mit .NET ein Quantensprung gelungen ist und wie die Zusammenarbeit im Entwicklerteam über die verschiedenen Standorte hinweg funktioniert. Außerdem erklärt Joachim, warum es nicht schadet, wenn man die Heimat mal verlässt und neue Luft schnuppert: Denn eigentlich ist Joachim Niederbayer, den es nur nach Wien verschlagen hat.


Wer bist du und was machst du bei der Anexia?

Mein Name ist Joachim Eckerl und bei Anexia in Wien bin ich seit gut eineinhalb Jahren. Ich mache .NET Entwicklung und betreue Kunden aus diesem Bereich. Zum Beispiel bin ich beim Standard Kundenbetreuer und kümmere mich um die Aufgabenverwaltung fürs Team, das dem Kunden zugeordnet ist. Seit kurzem bin ich Technical Lead .NET. Das bedeutet, ich sorge dafür, dass die Leute wissen, mit welchen technischen Neuerungen wir arbeiten und ich organisiere Schulungen speziell für diesen Bereich.

Ich entnehme deinem Dialekt, dass du nicht aus Wien kommst. Wie fühlt man sich als Niederbayer in Wien?

Ja, lauter nette Leute hier. Wenn man die Mentalität mal verstanden hat, kommt man super klar hier. Die Wiener Grummeligkeit oder das Sudern darf man halt nicht persönlich nehmen, das scheint einfach dazu zu gehören. (lacht) Ich find‘s sehr gut hier.

Und was genau ist .NET?

Uhh – Es ist eigentlich keine Programmiersprache per se, sondern eine Sammlung von Bibliotheken. Es ist eine Sammlung von vorgefertigten Codeschnipseln, die Microsoft übers Framework bereitstellt und die wir nutzen können in diversen .NET basierten Sprachen wie C# oder Basic.

Die Einführung des .NET Frameworks von Microsoft war zu der Zeit einfach ein Quantensprung. Aus meiner Sicht war es ein genialer Schachzug von Microsoft, so viele Bibliotheken schon bereit zu stellen.

Für welche Projekte oder Software eignet sich .NET besonders?

Für alles. (lacht) Das sagen wir auch bei den Bewerbungsgesprächen immer gerne: Wir machen alles, außer Spiele. Wir machen Webanwendungen – der ganze Entwicklungsbereich der Anexia geht ja in diese Richtung – aber wir haben auch noch diverse Projekte im Bereich Desktopanwendungen. Aber man muss mit der Zeit gehen, und da bewegt sich auch in der .NET Entwicklung alles Richtung Web. Die entsprechenden Technologien haben sich immer mal wieder erneuert. Klingt unglaublich, aber auch Microsoft entwickelt sich da weiter.

Wie viele Leute seid ihr im .NET Team?

Wir sind insgesamt neun Entwicklerinnen und Entwickler. Wir sind erst kürzlich recht stark gewachsen und wir suchen weiter nach Unterstützung in Wien und Klagenfurt.

Warum ist das Team so stark gewachsen und wächst weiter? Kannst du dir das erklären?

Wir haben hauptsächlich Dauerprojekte, in denen wir die Kunden betreuen und Änderungen umsetzen. Eine Webseite zum Beispiel ist ja nichts Statisches. Die muss immer wieder gewartet und erneuert werden. Dann schaut wieder irgendwas altmodisch aus, weil man jetzt runde Buttons hat oder weiß der Kuckuck was.

Und je mehr Dauerprojekte wir übernehmen, desto mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen wir auch, um diese zu stemmen. Oft kommen die Projekte auch schubweise rein, sodass wir absagen müssen, weil wir die Ressourcen leider nicht haben. Das ist natürlich schade.

Du entwickelst nicht nur, sondern betreust auch die Kunden. Gibt es etwas, was du lieber machst?

Nein, es ist wirklich perfekt für mich, dass ich beides machen kann. Ich liebe es, mit den Kunden zu arbeiten, die Wünsche entgegenzunehmen, in Projektanforderungen zu übersetzen usw. Ich mag das Coden selbst auch richtig gerne. Nur noch beim Kunden sein, das wäre mir auch zu fad. Die Abwechslung macht‘s.

 

Dann lass uns doch mal drüber reden, wie du das geworden bist, was du jetzt machst. Was hast du gelernt oder studiert?

Ich habe damals noch in Bayern einen Lehrberufabschluss schulisch gemacht zum Fachinformatiker mit der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Danach bin ich direkt ins Berufsleben eingestiegen und arbeite jetzt seit 13 Jahren. Und ja, ich habe tatsächlich nicht studiert. Ich habe mal ein Studium begonnen, dann aber festgestellt, dass es mich nicht besonders weit bringt. Ich bin nicht recht viel dazu gekommen neben der Arbeit. Und es ist ja so, ich habe mich einfach selbst fortgebildet und weiterentwickelt. Das geht den meisten Software Entwicklern so.

Das mit dem Studienabbruch – das scheint mir so ein Anexia-Ding zu sein…

Ja, gerade im IT Bereich ist ein Studium nicht zwingend notwendig, solange man das entsprechende Interesse mitbringt und sich selbst schult und fortbildet. Es zeigt sich dann eh recht schnell, ob man‘s drauf hat oder nicht.

War für dich schon immer klar, dass du Softwareentwickler werden willst?

Als Teenager hatte ich noch überlegt Erzieher zu werden. Aber nachdem ich mich für den Fachinformatiker entschieden habe, habe ich es auch voll durchgezogen. Und es ist tatsächlich das Meine.

Und wie bist du zur .NET Entwicklung gekommen?

Als Entwickler kann man nicht alles können, dazu ist es ein zu breit gefächertes Spektrum, das zur Verfügung steht. Auf irgendwas muss man sich spezialisieren und bei mir war es eben der .NET Bereich. Ich habe damals die Einführung des .NET Frameworks von Microsoft mitbekommen. Zu der Zeit war es einfach ein Quantensprung, den Microsoft in der Entwicklung gemacht hat. Aus meiner Sicht war das ein genialer Schachzug von Microsoft, so viele Bibliotheken schon bereit zu stellen. So hat es das in anderen Programmiersprachen und Entwicklungsumgebungen nicht gegeben. Andere haben dann nachgezogen, aber Microsoft waren da ausnahmsweise mal die Ersten.

Ihr seid ein paar Entwickler in Wien und andere Kollegen sitzen in Klagenfurt. Wie funktioniert die Teamarbeit?

Das meiste machen wir einfach per Calls. In der Entwicklungsarbeit ist es nicht unbedingt nötig, dass man am gleichen Ort sitzt. Lediglich bei der Einarbeitung in ein Projekt ist es hilfreich, wenn man vor dem gleichen PC sitzt, aber das ist eben kein Muss. Also das standortübergreifende Zusammenarbeiten mit Wien und Klagenfurt und den Externen, das funktioniert wirklich sehr gut.

Wenn jetzt jemand .NET-Entwickler werden will: Was muss man mitbringen?

Grundsätzlich ist logisches Denken für Entwicklung immer zwingend erforderlich. Ansonsten braucht‘s Interesse an der Materie und eine gewisse Hartnäckigkeit, dranbleiben zu wollen. Man muss sich manchmal in Dinge verbeißen können: Sei’s die Lösung für ein Problem in einem Projekt oder auch eine Fortbildung oder Weiterbildung. Man muss einfach am Ball bleiben und konsequent durchziehen, auch wenn es mal schwerfällt. Das Resultat entlohnt meistens eh.

Logisches Denken ist zwingend erforderlich für meinen Job.

Das trifft ja auf jeden Entwickler zu.

Richtig, für die .NET Entwicklung braucht man einfach nur keine Abneigung gegen Microsoft. (lacht) Es ist tatsächlich nicht einfach, gute .NET Entwickler zu finden. Wir suchen ja auch gerade händeringend nach jemanden mit Erfahrung. Ich lerne zwar immer mal wieder mal wieder gute .NET Entwickler kennen, aber leider sind die alle recht glücklich in ihrem Job. (lacht)

Ist ein Studium oder Ausbildung nötig?

Joa, Ausbildung wäre sinnvoll, aber auch das ist in der IT Branche nicht zwingend nötig. Aber es ist für die Vorselektion nicht schlecht, weil meistens fallen die Leute ohne IT Ausbildung schon raus. Ein Studium ist aber nicht erforderlich. Ich meine, ich habe ja auch kein abgeschlossenes Studium. Insofern… (lacht)

Und zum Schluss, habe ich gehört, nicht nur bei Anexia suchst du neue Kollegen. Du bist auch in einer Sportart aktiv, wo man immer wieder neue Vereinsmitglieder suchen würde.

Ja, meine Leidenschaft ist Rock’n’Roll, ich lebe das total und mache das, seit ich acht Jahre alt bin. Ich tanze zwar sehr gerne, aber das was wir da machen hat mit Tanzen tatsächlich eher am Rande zu tun. Es ist eher Paarakrobatik: Mädls fliegen lassen und so. Wir trainieren fleißig und das ist mein Ausgleich zum Beruf. Irgendwo muss ich mich bewegen, sonst fühle ich mich nicht mehr wohl.

Und ja, da haben wir natürlich immer Männermangel, wie wahrscheinlich bei allen Tanzsportarten, deswegen nennen wir es auch gerne Sportakrobatik. Da folgen dann einfach mehr Männer. (lacht)

Joachim, ich drück dir die Daumen, dass du Unterstützung findest – bei der .NET Entwicklung bei Anexia und beim Rock’n’Roll.


Experte in seinem Gebiet, immer auf Zack und dazu noch einen Haufen gute Laune fürs Team: Solche wie Joachim nehmen wir immer gerne in die Familie der Anexianerinnen und Anexianer auf. Du bist Top auf deinem Gebiet und Strahlebär? Dann schau bei unseren freien Stellen vorbei und #joinourrevolution: