ANEXIA Development and Managed Hosting
OCT
18
2017

Lucia Schöpfer: Organisationstalent und Kulturliebhaberin

Geschrieben am 18. Oktober 2017 von Christina Rauter

Lucia ist Marketing Managerin bei Anexia. Wenn man sich mit ihr unterhält, merkt man schnell, dass sie ein kreativer Kopf ist. Sie interessiert sich für Filme, hat Theater- und Medienwissenschaften studiert und neben ihrem Studium bei einem Online Magazin gearbeitet. Die ursprüngliche Bayerin ist hier in Kärnten hängengeblieben und seit 2016 Teil der Anexia Familie.

Im #joinourrevolution Interview erklärt Lucia, wieso sie es schade findet, dass Lehrberufe an Bedeutung verlieren und was sie in ihrer Freizeit so macht. Eines kann ich schon verraten: Langweilig wird ihr nie.

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Kannst du dich kurz vorstellen?
Meine Eckdaten: Ich heiße Lucia Schöpfer, bin 27 Jahre alt und arbeite bei Anexia als Marketing Managerin.
 
Was kann man sich unter dem Beruf Marketing Managerin vorstellen?
Im Großen und Ganzen beschäftigen uns im Marketing diese Fragen: Was hat man zu verkaufen? Wem will man es verkaufen? Wo ist diese Zielgruppe unterwegs und wie kann man die da erreichen? Marketing wird aber von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich gehandhabt. Es kommt immer auf die Branche und das Wachstum des Unternehmens an. Ein IT Unternehmen, so wie die Anexia, macht viel online.
 
Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit bei Anexia?
Mir gefällt, dass jeder Tag ein bisschen anders ist. Klar, wenn ein Thema gerade wichtig ist, dann sehen die Tage schon ähnlich aus, aber jede Woche ist anders. Was ich auch besonders schätze ist, dass ich ziemlich frei in meiner Aufgabengestaltung bin. Ich habe verschiedene Themengebiete, aber mit welchem ich mich jetzt mal mehr oder mal weniger beschäftige, das ist mir überlassen. Ich finde es angenehm, dass meine Entscheidungskompetenz ernst genommen wird. Das muss nicht so sein, das habe ich schon in diversen Praktika anders erlebt. Da ist man als kleines Zahnrad, das nie weiterkommt. Ich glaube dadurch, dass wir uns so viel einbringen können und Freiraum haben, funktioniert auch unser Team so gut und das finde ich sehr angenehm. Wir in der Abteilung haben gerade eine schöne Größe, in der man super zusammenarbeiten kann.
 

Hier wird meine Entscheidungskompetenz ernst genommen.

 
Ist im Marketing viel Teamarbeit gefragt?
Auf jeden Fall. Bei uns im Team ist jeder Experte in seinem Feld. Zum Beispiel macht meine Kollegin Conny die Grafik, mein Kollege Daniel kümmert sich ums Coding und das Technische, und ich schreibe die Texte. Alleine könnten wir da gar nichts machen.
 
Wie bist du auf Anexia aufmerksam geworden?
Ich habe mich bei Anexia spontan beworben. Mir war die Firma schon länger bekannt, da ich früher in der IT Startup Szene gearbeitet habe und Anexia war ein Unternehmen, zu dem die Startups aufgeblickt haben.
 
Startup Szene? Erzähl.
Ich habe knapp ein Jahr im Startup xamoom in Klagenfurt gearbeitet. Das hat richtig viel Spaß gemacht. In der Szene sind lauter helle und engagierte Köpfe unterwegs und man trifft sehr viele spannende Personen. Und auch im Alltag geht vieles schnell voran, wegen der kurzen Entscheidungswege. Aber da darf ich mich nicht beschweren, auch bei Anexia haben wir flache Hierarchien. Man meint es gar nicht, aber Kärnten ist ein wirklich lebendiges Startup Land und hier passiert viel. Das finde ich klasse.
 
Was hat dich nach Kärnten verschlagen? Du kommst ja ursprünglich aus Bayern.
Bayern ist zwar sehr schön und ich mag die Leute dort auch sehr gerne, aber mir war schon immer klar, dass ich nicht ewig am gleichen Ort bleiben will. Ich habe mich für Österreich entschieden, weil ich es hier echt schön finde. Ich habe mich schon für den Bachelor in Innsbruck beworben, wurde aber nicht genommen. Dann habe ich eben in Bayreuth, also in Bayern, mein Studium angefangen. Für den Master habe ich mich erneut in Österreich beworben, weil es in Bayreuth nicht so gute Optionen gegeben hat. Ich wollte Medienwissenschaften studieren und diesen Studiengang gab es nur in Salzburg, Wien oder Klagenfurt. Ich habe mich für Klagenfurt entschieden.
 
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Wusstest du schon immer, was du studieren willst?
Im Bachelor habe ich „Theater und Medien/ Germanistik“ studiert. Den Bachelor habe ich damals gewählt, weil ich Theaterwissenschaften machen wollte. Ich war in der Schule total theaterbegeistert. Ich war aber zu ängstlich Theaterwissenschaften alleine zu studieren, weil man sich immer überlegen muss, was man dann wird. Deshalb habe ich mich für diesen Kombi-Studiengang mit Medienwissenschaften und Germanistik entschieden. Im Laufe des Studiums habe ich dann gemerkt, dass mich Theaterwissenschaft doch nicht so interessiert, dafür habe ich meine Leidenschaft für die Filmwissenschaft entdeckt.
 
Wie ist es dann zum Wechsel zur Marketing Managerin gekommen?
Irgendwann merkt man, dass man Geld verdienen muss und dass Wissenschaft allein und Filme schauen nicht ausreicht. Schon während meines Bachelor-Studiums habe ich journalistisch gearbeitet, bei einer Tageszeitung, aber das war auch nicht so meins. Marketing hat mir gefallen, weil es sehr facettenreich ist. Ich organisiere gerne Dinge und habe immer gerne den Überblick und vielfältige Aufgaben. Was mir auch gut gefällt, ist der Kontakt mit den Menschen. Du musst dich immer in andere reindenken und dir überlegen, was würde die interessieren, wie redet man mit denen, etc.
 
Hast du schon während deines Studiums Erfahrungen in diesem Bereich gemacht?
Ja, ich habe ein siebenmonatiges Praktikum im Marketing eines Energiekonzerns gemacht – Vollzeit neben dem Studium – und das war kein Pflichtpraktikum. Außerdem habe ich mich insgesamt drei Jahre im Kommunikations- und Organisationsreferat der ÖH engagiert und auch noch bei einem Online Magazin gearbeitet.
 
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Viele haben im Interview erzählt, dass sie das Studium nicht beendet haben. Wie stehst du zum Thema Studium?
Puh, das ist meine Gretchenfrage. (lacht) Ich sehe den Schwerpunkt im Studium im wissenschaftlichen Arbeiten. Ein Studium, das sind die Jahre, in denen man sich an der Forschung beteiligt und versucht, die Welt und sich selbst ein bisschen klüger zu machen. Ein Studium ist für mich keine Berufsausbildung. Das sehen einige vielleicht anders, aber für mich ist es wichtig, das zu betonen. Leider verlieren durch die Haltung „jeder muss studieren“ die Lehrberufe an Wert und an Bedeutung. Das ist doch total schade, weil eigentlich sind Lehrberufe wahnsinnig anspruchsvolle und komplexe Schulungen. Ich bin mir sicher, dass sehr viele Lehrlinge mehr auf Zack sind, wie Leute, die studiert haben, weil sie sonst nicht wussten, was sie tun sollten. Aber nichtsdestotrotz: Ich fand mein Studium klasse, und würde sofort wieder studieren. Aber es war auch sehr wichtig für mich, nebenbei schon Berufserfahrung zu sammeln.
 

Ich fand mein Studium klasse, und würde sofort wieder studieren. Aber es war auch sehr wichtig, nebenbei Berufserfahrung zu sammeln.

 
Was braucht man dann, um Marketing Managerin zu werden, wenn das Studium nicht zwingend notwendig ist?
Also man braucht ein Verständnis für Menschen, weil im Endeffekt alles, was du kommunizierst, von Leuten auf- und wahrgenommen werden muss. Deshalb ist es ganz wichtig, dass man eine gewisse Empathiefähigkeit hat. Man sollte viele Dinge gleichzeitig im Überblick haben können und Kreativität mitbringen. Was brauchst du also: du musst auf Zack sein, gute E-Mails schreiben können und dich in Leute reindenken können. Wie man jetzt auf Facebook Anzeigen schaltet oder wie ein Newsletter aufgebaut ist, das kann man lernen.
 
Bleibt nach der Arbeit auch noch viel Zeit für deine Hobbys?
Ja, eigentlich schon. Es gibt schon immer Phasen, da will ich mit meinen Sachen fertig werden und bleibe länger im Büro, aber im Großen und Ganzen komme ich zeitig raus. Ich mache sehr viele Sachen in meiner Freizeit und mag das sehr gerne. Für mich muss immer irgendwas passieren, sonst wird mir schnell langweilig.
 
Also gibt es in Klagenfurt viele Veranstaltungen am Abend?
Ja, definitiv. Die Leute sagen ja immer, es passiert nichts in Kärnten oder in Klagenfurt. Ich finde, es ist das Gegenteil. Ich habe immer so viele Facebook-Events am Abend und weiß gar nicht, wo ich hingehen soll. Hier passieren echt viele spannende Sachen und es gibt viele engagierte Leute, die sich bemühen, in der Stadt etwas zu bewegen. Es gibt hier zum Beispiel eine kleine Galerie, die auch Theaterperformances macht, und die sind einfach richtig gut. Und ich kann das beurteilen, ich bin Theaterwissenschaftlerin. (lacht). Außerdem bin ich leidenschaftliche Kinogängerin und wohne auch nur eine Minute vom Kino entfernt. Am Wochenende bin ich dann viel am Berg, gehe zum Baden an den See, mache Yoga oder kümmere mich um meinen Garten.
 
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