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ANEXIA
JAN
7
2019

Michaela Hillebrand: Head of Finance der Anexia und zweifache Mutter

Geschrieben am 7. Januar 2019 von Christina Rauter

Wir bei Anexia sind eine Familie von Möglichmacherinnen- und -machern. Wenn wir wollen, dann können wir auch. Michaela ist zweifache Mutter und Head of Finance. Wie sie es schafft alles unter einen Hut zu bekommen? Das bleibt sogar uns manchmal ein Rätsel. Wo sich so mancher zu Schulzeiten davor gedrückt hat, wusste Michaela schon als kleines Kind: „Ich will mein Faible für Zahlen ausleben!“ Die Liebe hat die ursprüngliche Grazerin nach Kärnten und schlussendlich zu Anexia geführt. Bei uns lebt sie ihren Kindheitswunsch zur Genüge aus.

Wie es dazu kam, dass Michaela Head of Finance wurde und wie es ist, als Frau in dieser Position zu arbeiten, erzählt sie im Interview.
Michaela Hillebrand 1


Für einen Nicht-Buchhalter ist es quasi unvorstellbar, dass es in der Buchhaltung viel Abwechslung gibt. Kannst du unsere misstrauischen Leserinnen und Leser vom Gegenteil überzeugen?
Ja natürlich (lacht). Gerade bei Anexia ist der Aufgabenbereich sehr vielfältig. Von Eintönigkeit ist bei uns überhaupt nicht die Rede. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit den Aufgabenbereich noch selbst mitzugestalten und mit unseren ausländischen Gesellschaften bringen wir extrem viel Abwechslung hinein. Wir arbeiten mit allen Standorten, Abteilungen und eben auch unseren Kolleginnen und Kollegen in der USA zusammen. Das war im letzten Jahr eine sehr intensive Zusammenarbeit, da wir die amerikanische Buchhaltung erst nach unserem Anexia-Standard aufbauen mussten und das war sehr abwechslungsreich und komplex.

„Wir fordern unsere Mitarbeiter regelrecht dazu auf den Weitblick zu behalten, über den Tellerrand zu blicken und das große Ganze zu sehen.“

Du bist Head of Finance. Was gefällt dir an deinem Job bei Anexia?
Mir macht die Zusammenarbeit mit meinem Team großen Spaß. Ich glaube, das ist das Allerwichtigste. Wir verstehen uns gut, wir kennen alle das Ziel und steuern es gemeinsam an. Und natürlich ist es auch spannend in einem Unternehmen wie Anexia arbeiten zu dürfen. Wir sind ein junges, ideenreiches Unternehmen und da geht richtig viel weiter. Das gefällt mir so an meinem Job. Alle können mitverändern, nicht nur als Abteilungsleiterin. Ich könnte in keinem Job arbeiten, in dem ich das Gefühl habe, dass was ich mache bringt nicht wirklich etwas. Vor allem, wenn ich sehe, dass Verbesserungspotenzial da ist und ich das nicht verbessern darf. In vielen Unternehmen gibt es leider festgefahrene Strukturen, in denen deine Ideen nicht ernst genommen werden. Da machst du deinen Job und gehst wieder nach Hause. Wir fordern unsere Mitarbeiter regelrecht dazu auf den Weitblick zu behalten, über den Tellerrand zu blicken und das große Ganze zu sehen.

Wie bist du zu deinem Know-How gekommen?
Das Basiswissen habe ich von meiner Ausbildung zur Bilanzbuchhalterin, sowie von ein paar Semester BWL in Graz. Von Vorteil war auch meine IT-Affinität und die vertiefenden Sprach- und IT-Anwender-Fortbildungen, welche ich nebenbei gemacht habe. Aber ich stelle immer wieder fest, dass Theorie alleine zu wenig ist, deshalb bin ich über meine Berufserfahrung sehr dankbar. Auch bei Anexia steht Weiterbildung hoch im Kurs. Aktuell läuft innerhalb der Abteilung ein E-Learning Englischkurs mit einem native Speaker, der uns regelmäßig im Office besucht und aktuelle Themen bespricht.

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Wusstest du schon als kleines Mädchen, dass dich Zahlen interessieren?
Ja (schmunzelt). Ich hatte schon immer dieses Faible für Zahlen und Genauigkeit. Als Kind hätte ich zwar nicht sagen können, dass ich im Rechnungswesen arbeiten will, aber ich habe schon immer gewusst, dass ich in diese Richtung gehen will. Lehrerin hätte ich noch in Betracht gezogen, aber darauf bin ich erst später gekommen. Zuhause lerne ich gerne mit meinen Kindern und ich habe das Gefühl, dass ich ihnen etwas beibringen kann. Deshalb: Das wäre eventuell eine Alternative gewesen (lacht).

Gerade als Digitalisierungsanbieter sind wir bei Anexia selber auch darum bemüht, modern und digitalisiert zu arbeiten: Wie wirkt sich das in der Buchhaltung aus?
Ja, das ist ein großes Thema bei uns, weil wir die gesamten Prozesse der Buchhaltung durchautomatisieren wollen. Bei uns ist es nicht wie in einer herkömmlichen Buchhaltung, wo du deinen per Post übermittelten Beleg bekommst, verbuchst und dann in einem von vielen Ordnern ablegst. Wir bekommen die Rechnungen alle per E-Mail und die wandern in unser Prüfungssystem. Der Prüfprozess ist schon durchautomatisiert, sprich es muss keine Postmappe zur Rechnungskontrolle von A nach B getragen werden.
Ein weiteres großes Ziel ist es, Auswertungen in Echtzeit abbilden zu können. Das heißt, Rechnungen sollen auch detailliert gebucht werden –und das im Idealfall automatisiert –, sodass wir in Echtzeit aussagekräftige Auswertungen erhalten. Das ist das Ziel, der Weg dorthin ist lang und steinig. Wir arbeiten aber gemeinsam mit anderen Abteilungen intensiv daran.

Was schätzt du an deinem Team und welche Charaktereigenschaften sind dir wichtig damit das funktioniert?
Was ich an meinem Team sehr schätze ist, einerseits die Ehrlichkeit und dass sie, immer wenn es ein Thema gibt, zu mir kommen. Das ist nicht selbstverständlich. Andererseits schätze ich auch sehr, dass die Leute Teamplayer und keine Einzelgänger sind. Jeder schaut auf den Anderen. Keiner geht nach Hause, ohne sich vergewissert zu haben, ob es noch offene Themen gibt, die besprochen werden müssen. Niemand ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, das schätze ich. Es ist ein Geben und Nehmen. Ich gebe meinem Team Flexibilität, aber wenn ich sie brauche, dann kann ich mich auf sie verlassen.

„Ich will in einem jungen Unternehmen arbeiten, in dem ich etwas mitverändern darf.“

Auf welche Jobausschreibung hast du dich beworben und wie bist du auf Anexia als Arbeitgeber aufmerksam geworden?
Aufmerksam auf Anexia wurde ich durch meinen Mann. Das Unternehmen, in welchem er tätig ist, war eines der ersten Kunden von Anexia. Er war immer begeistert von unserem Geschäftsführer Alex Windbichler und seinem Team. Er war beeindruckt davon, wie sich das Unternehmen entwickelt und so bin ich dann auf das Inserat gestoßen, welches einen Teilzeitjob als Unterstützung im Rechnungswesen beinhaltete. Ich habe mich ohnehin stark für IT interessiert und wollte in einem jungen Unternehmen arbeiten, in dem ich etwas mitverändern darf. Und das waren die ausschlaggebenden Punkte, warum ich mich bei Anexia beworben habe.

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Wie ist es dann dazu gekommen, dass du Head of Finance wurdest?
Es war nicht geplant, dass ich die Abteilungsleitung übernehme. Die Abteilung wurde neu strukturiert und mehrere neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Da war dann schnell klar, dass das Team jemanden braucht der die Richtung vorgibt und für das Team spricht. Aufgrund meines Engagements und meinen Fähigkeiten wurde ich dann Head of Finance.

„Es gibt heute schon mehr Frauen in Führungspositionen als vor zehn Jahren. Es ist einfach unsere Zeit.“

Gleichberechtigung ist ein heikles Thema. Denkst du als Frau ist es schwerer eine Führungsposition zu erlangen, gerade als Mutter?
Es ist einfach unsere Zeit. Es gibt heute schon mehr Frauen in Führungspositionen als vor zehn Jahren. Ich glaube das liegt daran, dass sich viele Bedingungen verändert und verbessert haben. Es kümmern sich auch die Väter um die Kinder und flexible Arbeitszeiten machen es einfacher. Ich sehe das auch bei uns zu Hause. Auch mein Mann muss flexibler sein. Heute hat er Homeoffice, weil ich am Nachmittag noch im Büro bin. Wenn er nicht die Flexibilität seitens seines Arbeitgebers hätte, könnte ich auch nicht so flexibel sein. Und auch die Kinderbetreuungseinrichtungen haben sich angepasst. Es ist das große Ganze, was sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Mit Flexibilität der Arbeitgeber und entsprechenden Kinderbetreuungseinrichtungen ist es auch für uns Frauen möglich, solche Positionen auszuüben. Noch dazu bietet Anexia auch Kinderbetreuung während Fenstertagen oder den Ferien an. Wir Eltern sind dafür sehr dankbar und unsere Kinder haben großen Spaß, wenn sie einmal ein paar Tage mit ins Büro dürfen.

Welche Eigenschaften brauchst du für Kinder und Job?
Allem voran Durchsetzungsvermögen. In Phasen, in denen es nicht so rund läuft, ist es wichtig dran zu bleiben und ab und an einmal seine Stimme zu erheben. Nicht nur um Kritik zu üben, sondern vor allem auch um seine Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, denn nur gemeinsam schaffen wir es unsere Ziele zu erreichen. Und das mache ich auch zu Hause. Wenn ich sehe, dass der Schlendrian eintritt oder dass die Sache aus den Fugen gerät, dann reflektieren wir gemeinsam. Wir überlegen uns dann, wie wir das wieder verbessern können.

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Wofür brennt dein Herz nach der Arbeit? Gibt es ein gemeinsames Familienhobby?
Ja, freilich. In meiner Freizeit steht die Familie im Vordergrund. Wir reisen gerne. Im Sommer sind wir, wann immer wir die Möglichkeit haben, mit dem Wohnwagen unterwegs. Da fahren wir gern ans Meer oder sind in Österreich unterwegs. Im März ist ein Städteflug nach Barcelona mit den Kids geplant. Die Kinder lieben es zu reisen und es ist eine Zeit, die wir ganz intensiv mit ihnen verbringen dürfen. Das schweißt uns alle wieder ein Stückchen mehr zusammen, da im Alltag manchmal die Zeit knapp ist.

Am Ende interessiert mich noch: Welche Eigenschaften, Kenntnisse oder Ausbildung sollte jemand mitbringen, damit er oder sie in deinem Team Platz findet?
Im Großen und Ganzen braucht die- oder derjenige eine abgeschlossene Buchhalterprüfung und Berufserfahrung. Für mich sind aber auch die Persönlichkeit und die sozialen Kompetenzen von Bedeutung: für das Team und für die anderen Abteilungen mit denen wir zusammenarbeiten. Wenn man sich aus dem eigenen Fachbereich heraus begibt, ist es wichtig, dass man empathisch ist und sich in die Perspektiven der Anderen reindenken kann. Natürlich hat der Buchhalter nicht nur mit Zahlen zu tun haben, sondern eben auch mit Menschen. Der Kundenkontakt ist ein großes Thema in der Rechnungslegung. Deswegen sind die sozialen Kompetenzen so wichtig. Und man sollte auch nicht vergessen: Anexia ist ein internationales Unternehmen. Wir haben Mitarbeiter und Kunden aus nicht-deutschsprachigen Ländern. Gute Englischkenntnisse sind also definitiv auch Voraussetzung.

Danke für das Interview Michaela!


Bist du ein Teamplayer, Zahlenliebhaber und hast die nötigen Kenntnisse? Dann schau bei unseren Stellenausschreibungen vorbei und vielleicht bist auch du bald ein Teil von Michaelas Team.