Wieso ich eine Lehre in einem IT Unternehmen begonnen habe

„IT Unternehmen sind die Zukunft“, höre ich immer wieder auf meiner täglichen Zugfahrt zur Arbeit. Obwohl ich erst seit kurzem bei Anexia arbeite, hätte ich bis vor ein paar Wochen nicht gewusst, über was diese Leute sprechen. Es gibt so viele Begriffe, die man in der Schule nicht lernt: Was ist eigentlich Managed Hosting oder eine Conversion? Es ist wirklich interessant, den Leuten zuzuhören, wenn auch mühsam, vor allem am Morgen. Es fängt mit einem hitzigen Thema an und zum Schluss endet es in einer lautstarken Diskussion über Programmiersprachen. Und dann sind da noch die Kinder die Bibis Wap Bap Song laut hören und dazu herumhüpfen. Da hilft nur: Kopfhörer rein und weiterschlafen. Ich spreche aus Erfahrung: Ich fahre jeden Morgen zwei Stunden Zug, um zur Arbeit zu kommen, denn mein Ausbildungsbetrieb liegt nun mal im weit entfernten Klagenfurt. Aber ich nehme die Strecke gerne auf mich, und auch die Diskussionen und die springenden Kinder – weil ich eine Lehre in einem IT Unternehmen machen wollte und will.

Warum ist es all die Mühen wert? In Kärnten ist es wirklich schwer, eine Lehrstelle zu finden. In den Zeitungen wird geschrieben: „Die Arbeitslosigkeit ist so gering und es gibt so viele Lehrstellen wie noch nie.“ Ich weiß ihr denkt euch jetzt: Offline Medien haben doch schon die beste Zeit hinter sich, die liest doch kein Mensch mehr. Doch, ich zähle noch zu den Menschen, die ab und an, im Halbschlaf, sich eine Zeitung schnappen und durchblättern. Die Zeitungen haben recht, es gibt viele Lehrstellen, aber diese sind vor allem in der Gastronomie und im Einzelhandel. Jeder hat doch bestimmte Wünsche und Träume, und es ist nicht jedermanns Traum, in diesen Bereichen tätig zu sein. Ich habe vorher eine Schule mit Schwerpunkt Gastronomie besucht und das hat mir nicht besonders zugesagt. Ich meine, ich bin zwar keine schlechte Köchin, aber wollen meine Gäste wirklich verbrannten Pudding essen? Ich glaube eher weniger. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass ich etwas gefunden habe, das mir gefällt. Seit 19.06. darf ich mich nun Junior Marketing Manager in Ausbildung bei Anexia nennen! Als ich die Stellenanzeige von Anexia gelesen habe, habe ich sofort eine Bewerbung geschrieben, abgeschickt und dann darauf gehofft, zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Es hat geklappt und nach zwei Wochen, an meinem Geburtstag, habe ich die Zusage bekommen. Eine schöne Überraschung.

Ich finde es besonders interessant eine Lehre im IT Bereich zu machen. „IT ist die Zukunft“, das sagen ja nicht nur die Leute im Zug. So lerne ich jetzt viel Neues kennen und bekomme eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Um ehrlich zu sein, habe ich nie darüber nachgedacht, wo so eine Website überhaupt gespeichert wird oder wie viel Arbeit hinter einer App steckt? Es genügt nicht nur zu wissen, welche Inhalte bei welchem Publikum gut ankommen. Man sollte auch ein gutes Verständnis für die Technik dahinter haben und das bekommt man am besten in einem IT Unternehmen.

Jetzt bin ich zwar noch recht frisch dabei, aber ich kann schon sagen: Ich würde mich immer wieder bei Anexia bewerben. Ich mag Herausforderungen, und die finde ich hier immer wieder – nicht nur in der langen Zugfahrt. Denn auch fades Korrekturlesen oder Pakete versenden bedeutet: Ich trage Verantwortung und man traut mir zu, dass ich diesen Bereich manage. So bin ich auch ein Teil des Teams und ein kleines Rädchen, das dafür sorgt, dass der Laden am Laufen bleibt. Das ist mir sehr wichtig bei der Wahl einer Arbeitsstelle. Oft werde ich gefragt: „Wie gefällt es dir bei Anexia? Ist es nicht anstrengend, jeden Tag so weit zu fahren?“ Darauf kann ich nur sagen: Es gibt immer Sachen, die einem nicht so gut gefallen, egal wo. Und so schlimm ist Zugfahren nicht, man lernt viel dazu, kann sich entspannen und außerdem kann man witzige Zuggeschichten erzählen.